Pressemitteilung

Anmerkungen von Gerteric Lindquist, CEO und Konzernchef, zum Jahresabschlussbericht, 2025

ERHOLUNG IN DIESEM JAHR BESTÄTIGT DURCH SOLIDE ENTWICKLUNG IM VIERTEN QUARTAL

 

Das vierte Quartal bestätigte ebenso wie die drei vorangegangenen Quartale eine schrittweise Verbesserung am Markt insgesamt seit Ende 2024.

Bisher konnten wir auf die erhobenen und schwankenden Zölle und Abgaben glücklicherweise auf zufriedenstellende Weise reagieren. Dennoch haben die politischen Spannungen und Turbulenzen im letzten Quartal eher zugenommen was die Konsum- und Investitionsbereitschaft gebremst hat. Das Betriebsergebnis hat sich im vierten Quartal deutlich verbessert, wurde jedoch durch übernahmebedingte Neubewertungen negativ beeinflusst.

 

Die auferlegten und sich zudem stetig ändernden Zölle und Tarife waren, wie bereits erläutert, schwer auszugleichen. Die politischen Spannungen und Turbulenzen, die im letzten Quartal eher zugenommen haben, waren jedoch die Faktoren mit wahrscheinlich der größten dämpfenden Wirkung auf die Konsum- und Investitionsbereitschaft, sowohl bei privaten Verbrauchern als auch bei Unternehmen.

Die Stärkung der schwedischen Krone ist in vielerlei Hinsicht erfreulich, überschattet aber beim direkten Vergleich von Umsatz und Ergebnis dieses Quartals mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum die positive rein organische Entwicklung.

Der Umsatz des Konzerns belief sich im vierten Quartal auf 11.000 MSEK und lag damit um 0,2 % niedriger als im selben Quartal des Vorjahrs. Die Aufwertung der schwedischen Währung hat sich mit 771 MSEK negativ auf den Umsatz ausgewirkt, sodass das Wachstum währungsbereinigt 6,8 % betrug.

Das bereinigte Betriebsergebnis verbesserte sich im vierten Quartal auf 1.438 MSEK, verglichen mit 1.129 MSEK im Vorjahr. Die bereinigte operative Marge verbesserte sich damit im vierten Quartal auf 13,1 % gegenüber 10,2 % im Vorjahreszeitraum. Die Vergleichbarkeit beeinträchtigende Posten beliefen sich im Quartal auf -178 MSEK und betrafen negative Auswirkungen aus der Neubewertung von Übernahmen. Im vierten Quartal 2024 beliefen sich die positiven Auswirkungen der übernahmebedingten Neubewertungen auf 597 MSEK.

Der rein organische Umsatzanstieg, zusammen mit einer guten Kostenkontrolle und einer verbesserten Produktivität, sind die Hauptgründe für die positive Ergebnisentwicklung im Quartal wie auch im Gesamtjahr.

Trotz des dramatischen Nachfragerückgangs im Jahr 2024 und der turbulenten Entwicklungen im Umfeld 2025 konnten wir im vergangenen Jahr eine relativ stabile und positive Entwicklung sowohl beim Umsatz als auch beim Betriebsergebnis sicherstellen. Wir sehen dies als Bestätigung dafür, dass unsere Strategie mit einer dezentralisierten Organisation, einer breiten internationalen Präsenz und einem umfangreichen, leistungsstarken Sortiment gut funktioniert. Die Strategie hat sich sowohl aus defensiver als auch aus offensiver Sicht als äußerst wirkungsvoll erwiesen.

 

Geschäftsbereich NIBE Climate Solutions

Die relative Verbesserung der Nachfrage nach Wärmepumpen in Europa lässt sich durch ein gewisses Wachstum in den meisten Märkten erklären, wobei Deutschland, Italien, die Niederlande, Schweden und mittlerweile auch Dänemark am stärksten wachsen.

Sowohl wir als auch die Branche insgesamt gehen davon aus, dass der Wärmepumpenmarkt über viele Jahre hinweg ein stabiles jährliches Wachstum verzeichnen wird. Mit den umfangreichen Investitionen in Produktentwicklung und effektive Produktionskapazitäten der letzten Jahre haben wir unser Geschäft zukunftssicher gemacht und sind gut vorbereitet, um weiterhin eine führende Rolle bei dieser Entwicklung zu übernehmen.

Der nordamerikanische Markt für Erdwärmepumpen blieb auch im vierten Quartal stabil. Wie bereits beschrieben haben sich die eingeführten Zölle und Abgaben im Grunde genommen überhaupt nicht auf uns ausgewirkt, da der überwiegende Teil in den USA hergestellt wird und nur ein geringer Teil in Kanada.

Nach dem Jahreswechsel wurden die bisherigen amerikanischen Steuervergünstigungen für die Installation von Wärmepumpen in Privathaushalten abgeschafft. Es ist noch zu früh, um die Folgen dieses Vorgehens zu bewerten, aber wir streben weiterhin eine noch umfassendere Marktbearbeitung und alternative Finanzierungslösungen an.

Sowohl die Umsatz- als auch die Ergebnisentwicklung im vierten Quartal bestätigen unsere Annahmen hinsichtlich einer anhaltenden allmählichen Erholung und eines eher traditionellen saisonalen Nachfrageverlaufs, der ein stärkeres zweites Halbjahr bedeutet.

Das Ziel, im Laufe des Jahres insgesamt wieder eine operative Marge im Bereich von 13–15 % zu erreichen, was der gut dokumentierten Kapazität des Geschäftsbereichs entspricht, wurde ebenfalls erfüllt. Die unsichere Weltlage und die Aufwertung der schwedischen Währung stellten jedoch erhebliche Herausforderungen dar, weshalb eine operative Marge von 15,7 % im vierten Quartal und 13,0 % für das Gesamtjahr ein klarer Beweis für die Stärke des Unternehmens ist.

 

Geschäftsbereich NIBE Element

Auch im vierten Quartal war die Nachfrage relativ stabil, allerdings mit erheblichen Schwankungen zwischen den verschiedenen Marktsegmenten des Geschäftsbereichs. Die positive Entwicklung im Schienenverkehr und im Bereich HVAC hat sich fortgesetzt. Dagegen hat die geringe Neubautätigkeit bei Wohnimmobilien zu einer weiterhin vorsichtigen Nachfrage nach Bauprodukten geführt, was auch für reine Konsumgüter gilt.

Der Industriesektor, der stark mit der Automobilindustrie verknüpft ist, war ebenfalls schwächer. Dagegen hat sich die Nachfrage im Halbleitersegment nach einigen zurückhaltenderen Monaten ab der Jahresmitte wieder erholt.

Sowohl das Betriebsergebnis als auch die operative Marge haben sich im vierten Quartal weiter verbessert, die operative Marge belief sich auf 7,9 % gegenüber 6,7 % im entsprechenden Vorjahresquartal.

Das übergeordnete Ziel für dieses Jahr war es, die operative Marge wieder auf das für diesen Geschäftsbereich gut dokumentierte Niveau von 8–11 % zu bringen. Aufgrund einer gewissen Abschwächung der Verkäufe im dritten Quartal konnte dieses Ziel jedoch nicht erreicht werden. Das Gesamtjahr wurde mit einer operativen Marge von 7,0 % abgeschlossen, wie auch im Bericht zum dritten Quartal aus dem November angegeben.

 

Geschäftsbereich NIBE Stoves

Verglichen mit 2024 ist NIBE Stoves weiterhin der Geschäftsbereich mit der schwächsten Entwicklung. Das gilt sowohl für das vierte Quartal als auch für das Gesamtjahr.

Der Hauptgrund dafür ist, dass der europäische Markt für Kamine weiterhin von einer abwartenden Haltung der Endverbraucher geprägt ist, was wiederum vor allem auf die verhaltene Konjunktur und die unsichere Weltlage zurückzuführen ist. Bis zu einem gewissen Grad könnten auch die während der Pandemie herrschende Übernachfrage und der starke Anstieg der Energiepreise infolge der russischen Invasion in der Ukraine zu einer gewissen vorübergehenden Sättigung geführt haben.

Das traditionelle saisonale Muster hat sich zwar wieder eingestellt, aber aufgrund der bereits erwähnten Umstände und eines ungewöhnlich warmen Herbstes nicht ausgereicht, um den Trend umzukehren.

In Nordamerika, vor allem in den USA, hat sich die Nachfrage positiver entwickelt, was die schwächere Entwicklung in Europa teilweise ausgleicht. Ein Wermutstropfen sind jedoch die im Laufe des Jahres eingeführten Handelszölle zwischen den USA und Kanada, die trotz eigener Kosteneinsparungen und moderater Preiserhöhungen die operative Marge geschmälert haben.

Trotz der schwächeren Nachfragesituation ist es erfreulich festzustellen, dass wir unsere Marktanteile durchweg gehalten und in mehreren Märkten sogar ausgebaut haben. Wir sehen das als Beleg dafür, dass unser breites und ständig aktualisiertes Produktangebot in Kombination mit einer konsequenten Marktbearbeitung eine erfolgreiche Strategie ist.

Im vierten Quartal konnte die operative Marge trotz des geringeren Umsatzes auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahreszeitraum gehalten werden, nämlich bei 10,2 %. Für das Gesamtjahr beträgt die operative Marge nur 4,1 %, was deutlich unter den 5,3 % des Vorjahres liegt und überhaupt nicht dem Ziel entspricht, den Geschäftsbereich wieder in den Bereich seiner gut dokumentierten Kapazität für eine operative Marge von 10–13 % zu bringen.

 

Das Jahr insgesamt

Mit angepassten Kostenstrukturen, starken Produktsortimenten, einer guten Marktpräsenz und zielgerecht investierten, effektiven Anlagen sind alle drei Geschäftsbereiche für die Zukunft gut gerüstet. Unsere Strategie, eine regional basierte Fertigung mit überwiegend ebenfalls regional ansässigen Zulieferern anzustreben, sorgt darüber hinaus für sicherere Lieferketten und verringert die Anfälligkeit für Handelshemmnisse. Wir sind außerdem davon überzeugt, dass unsere Produkte genau zum richtigen Zeitpunkt kommen, da sich unsere gesamte Gesellschaft schrittweise auf eine geringere Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen umstellen muss. Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass wir mit großer Zuversicht in die Zukunft blicken.

Der Umsatz des Konzerns im Gesamtjahr belief sich auf 40.841 MSEK. Die Aufwertung der schwedischen Währung hat sich mit 1.818 MSEK negativ auf den Umsatz ausgewirkt, sodass das Wachstum währungsbereinigt 5,3 % betrug. Das bereinigte Betriebsergebnis belief sich für das Gesamtjahr auf 4.303 MSEK. Ein weiterer Erholungseffekt ist, dass sich der Grad der Nettoverbindlichkeiten zum EBITDA von 3,5 im Jahr 2024 auf 2,7 im Jahr 2025 verringert hat.

Unser klares Ziel war, im Gesamtjahr 2025 zu den gut dokumentierten operativen Margen unserer drei Geschäftsbereiche zurückzukehren. Unser Fazit für 2025 lautet, dass wir wieder ein deutliches organisches Wachstum erzielen und sowohl das Betriebsergebnis als auch
die operative Marge kräftig verbessern konnten. Der Geschäftsbereich NIBE Climate Solutions erreichte mit einer operativen Marge von 13 % sein erklärtes Ziel. Der Geschäftsbereich NIBE Element verfehlte die Zielvorgabe von 8,0 % um einen Prozentpunkt, was 113 MSEK entspricht. Der Geschäftsbereich NIBE Stoves wich um ganze 5,9 Prozentpunkte vom angestrebten Zielwert von 10 % ab, was 205 MSEK entspricht

Für den Konzern bedeutet dies eine Gesamtabweichung von 318 MSEK gegenüber der Zielsetzung, was ohne Berücksichtigung von Währungseffekten einer Abweichung von 0,78 Prozentpunkten entspricht. Es muss vielleicht nicht wiederholt werden, aber natürlich besteht unser klares Ziel für 2026 darin, dass sich das organische Wachstum fortsetzt und alle drei Geschäftsbereiche hinsichtlich der operativen Marge wieder in ihren jeweiligen gut dokumentierten Bereichen liegen.

 

Aussichten für das Jahr 2026

  • Unsere Unternehmensphilosophie und unser starkes Produktprogramm, das auf Energieeffizienz und Nachhaltigkeit ausgerichtet ist, sind zeitgemäß.
  • Wir verfügen über umfassende Erfahrung und sind daher gut vorbereitet, um weiterhin offensiv im Akquisitionsbereich agieren zu können.
  • Die internen Anstrengungen zur Effizienzsteigerung zusammen mit zielgerichtet investierten Anlagen und sorgfältiger Kostenkontrolle bürgen für weiterhin gute Margen.
  • Alle Geschäftsbereiche haben eine breite geografische Streuung, die uns weniger anfällig für regionale Abschwächungen der Nachfrage macht.
  • Unsere dezentrale Organisation mit eigenständigen Einheiten hat sich bewährt und schafft die Voraussetzungen für eine hohe Motivation und Flexibilität.
  • Die Auswirkungen der aktuellen Sicherheitslage weltweit, der Währungsentwicklung und der volatilen Preisentwicklung bei den verschiedenen Energieträgern sind hingegen schwer einzuschätzen.
  • Unserer Gewohnheit und Erfahrung entsprechend sind wir optimistisch, was unsere eigene Entwicklung sowohl 2026 als auch langfristig angeht, auch wenn die Entwicklungen im Umfeld, wie oben beschrieben, natürlich schwer zu beurteilen sind.

 

Markaryd, den 12. Februar 2026

Gerteric Lindquist

CEO